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Unser kleiner neurologischer Patientenratgeber…

Hier wollen wir einige Begriffe genauer klären, die unserer Erfahrung nach im Deutschen nicht eindeutig verständlich, aber im neurologischen Bereich wichtig sind. Zusätzlich geben wir für häufige Erkrankungen und Beschwerden kleine Tipps. Die Liste ist nicht komplett und soll im Lauf der Zeit ergänzt werden.

Sehstörungen und Fehlsichtigkeit

Im medizinischen Sinn versteht man unter Sehstörungen und Fehlsichtigkeit unterschiedliche Dinge.

Eine Sehstörung ist eine Veränderung der Sehfähigkeit, wie z. B. plötzlicher Gesichtsausfall bis hin zur Erblindung, "wie-durch-Nebel-Sehen", plötzliches Verschwommen- oder Doppelbildersehen. Sie deutet in der Regel auf eine Störung im Gehirn hin.

Eine Fehlsichtigkeit ist durch Kurz- oder Weitsichtigkeit bedingtes Unscharfsehen. Die Ursache ist im Bereich der Augen zu suchen.

Sie können also schon selbst aufgrund genauer Eigenbeobachtung erkennen, ob Sie besser einen Augenarzt oder einen Neurologen aufsuchen.

Schwindel

Schwindel ist weit verbreitet, aber leider ist "Schwindel" im Deutschen ein sehr ungenauer Begriff. Nahezu jeder versteht darunter etwas anderes:
Es kann eine Ängstlichkeit auf der Straße, in der Höhe oder beim Gespräch, z. B. mit dem Chef, gemeint sein,eine Unsicherheit oder Benommenheit nach dem Genuss von Alkohol, ein Drehschwindel wie beim Karussellfahren, ein Liftgefühl in einem schnellen Aufzug und anderes mehr.
Da ein Arzt Ihnen nur optimal helfen kann, wenn er genau versteht, was sie meinen, sollten Sie versuchen, Ihre Beschwerden so präzise wie möglich zu beschreiben.

Daher empfehle ich, falls Sie unter Schwindel leiden, vor dem Arztbesuch zu überlegen, welcher der obigen Begriffe Ihren Schwindel am besten beschreibt, und ob er ständig vorhanden ist oder nur nach bestimmten Bewegungen auftritt.

Diabetes mellitus, Zuckerkrankheit

Um eine Aussage über die Zuckerkonzentration im Blut treffen zu können, wird durch Blutabnahme der Blutzuckerwert bestimmt. In der Regel kann er jedoch nur den Zuckerwert des Momentes festhalten, in dem das Blut abgenommen wurde.
Um einen längeren Zeitraum zu untersuchen, kann auch ein Langzeit-Zuckerwert bestimmt werden, der "HBA1 c-Wert". Er zeigt die Zuckerwerte innerhalb der letzten Woche auf.

Die Zuckerkrankheit schädigt nicht nur die Blutgefäße im Sinne von Arteriosklerose, sondern sie wirkt sich auch auf den Stoffwechsel der Opens internal link in current windowperipheren Nerven aus und kann dort eine Störung verursachen, die so genannte Opens internal link in current windowPolyneuropathie. Verschlechtert sich der Blutzuckerwert, verschlimmert sich auch diese Störung, andererseits bedeutet ein verhältnismäßig "guter" Blutzuckerwert nicht gleichzeitig, dass keine Schwierigkeiten durch Polyneuropathie drohen.
Denn der Blutzuckerwert sagt, wie oben beschrieben, ausschließlich etwas über die Zuckerkonzentration im Blut aus, nicht über die Stoffwechselfunktion der Nerven.

Daher achten Sie als Zuckerpatientin oder -patient in Ihrem eigenen Interesse darauf, viel Bewegung zu haben und etwaiges Übergewicht zu reduzieren (langsam, keine Gewaltkuren!).

Natürlich ist auch immer dafür Sorge zu tragen, dass der Blutzucker optimal eingestellt ist. Die Voraussetzung dafür ist, dass bei bekannter Zuckerkrankheit regelmäßige Kontrollen des Blutzuckerwertes durchgeführt werden.

Bluthochdruck

Bluthochdruck ist weit verbreitet und meist schlecht kontrolliert. Bluthochdruck korrelliert mit dem Körpergewicht. Die beste Bluthochdrucktherapie besteht daher in Abnehmen. Abnehmen ist, wenn Sie es langsam und vernünftig machen, nicht nur absolut nebenwirkungsfrei, sondern Sie werden sich in jeder Hinsicht besser fühlen!

Parkinson

Wenn Sie an einem Opens internal link in current windowParkinson-Syndrom erkrankt sind und Medikamente dagegen erhalten, sollten Sie wissen, dass jede Parkinson-Medikation nicht nur die Motorik, also die Gehfähigkeit und die feinmotorischen Fähigkeiten verbessert, sondern auch unerwünschte Nebenwirkungen auftreten können.
Bei höheren Dosierungen können sich Sehstörungen (verändertes Farbensehen) und Albträume einstellen, besonders in Mitleidenschaft gezogen wird jedoch das Herz, da jede Parkinson-Medikation beschleunigend auf den Herzmuskel wirkt.

Daher ist es absolut wichtig, ein- bis zweimal im Jahr auch das Herz kontrollieren zu lassen und die Ergebnisse der Abklärung zur Parkinson-Behandlung mitzubringen!

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Diskussionsrunde: Adhärenz bei der Basistherapie der MS

Datum: 18.10.2012, 19:00 bis 20:00 Uhr in der Praxis, Referent: Mathias Bruns

Fragen zur Duodopapumpe

Datum: 23.02.2012, 13.00 bis 14.00 Uhr; Referent: Dr. Ehret

Multiple Sklerose- Was gibt es neues 2012

Datum: 29.02.2012, 15.00 bis 16.30 Uhr; Referent: Dr. Lüer

Partnerschaft u. Angehörige bei MS und Reisen bei MS

Datum: 08.03.2012, 19:00-20:00 Uhr; Referent: Mathias Bruns

Alles zum Thema Sozialleistungen (Schwerbeschädigtenausweis, Pflegeversicherung etc.)

Datum: 22.03.2012, 13.00 bis 14.00 Uhr; Referentin: Ines Friedrich

Probleme der Wirkungs -und Symptomschwankungen im Verlauf der Parkinsonerkrankung

Datum: 3.05.2012, 13.00 bis 14.00 Uhr; Referent: Dr. Ehret

Multiple Sklerose- Was gibt es neues 2012- Neues vom AAN

Datum: 9.05.2012, 15.00 bis 16.30 Uhr; Referent: Dr. Lüer

Recht und Soziales bei MS

Datum: 4.06.2012, 19.00 bis 20.00 Uhr; Referent: Mathias Bruns

Prinzipien moderner Parkinsontherapie in der Frühphase - Was gibt es Neues

Datum: 14.06.2012, 13.00 bis 14.00 Uhr; Referent: Dr. Ehret

Alles zum Thema Sozialleistungen (Schwerbeschädigtenausweis, Pflegeversicherung etc.)

Datum: 16.08.2012, 13.00 bis 14.00 Uhr; Referentin: Ines Friedrich

MS und Sport

Datum: 3.09.2012, 19.00 bis 20.00 Uhr; Referent: Mathias Bruns

Multiple Sklerose- Was gibt es neues 2012

Datum: 7.11.2012, 15.00 bis 16.30 Uhr; Referent: Dr. Lüer

Symptomatische Therapie bei MS

Datum: 3.12.2012, 19.00 bis 20.00 Uhr; Referent: Mathias Bruns